Amstetten
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tastend nach worten
wie benennt man das grauen
wie würdigt man leid
.
den blick im tunnel
weil das ausmaß unfassbar
und ekel dich würgt
.
die vorstellung lallt
erfühlt zeit rastert enge
zerbirst an wänden
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helldunkel und fahl
kunstlicht jahreszeitenlos
lampe an aus tag nacht
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nur diese schritte
immer und immer wieder
hier her und nach da
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not oder freude
schmerzensschreie und lachen
gedämpft im verlies
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der vater der mann
überbringer von leben
freund und folterknecht
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sie ist kind und frau
empfängt und gebiert hilflos
opfer und heldin
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das schnarren der tür
klangpfad ins jenseits vor ort
verschluckt die hoffnung
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liebe und sehnsucht
ganz focussiert in den Raum
verschmilzt zum brandmal
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lern lachen mein kind
du spürst die geborgenheit
so ist das leben
.
lern spielen mein kind
ich bin dir mutter und welt
freundin und hilfe
.
du hast zuversicht
denn das dasein geht weiter
tagein und tagaus
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am ende der zeit
gezeichnet doch lebendig
in freiheit und licht
.
wär da vergessen
könnte man haut abschälen
sich neu entpuppen
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sich neu verpflanzen
ohne den geifer der welt
der schändet und giert
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ganz still bei sich selbst
die schritte zögernd bemessen
lächelt die göttin

2008 © ALLE RECHTE BEI GABRIELE BRUNSCH